Aussichtsplattform Nahe-Skywalk, Hochstetten-Dhaun | zur StartseiteStraßenansicht Bürgerhaus Haus Horbach, Hochstetten-Dhaun | zur StartseiteAnsicht von Schloss Dhaun, Hochstetten-Dhaun | zur StartseiteAuf dem Hellberg-Dirt-Park | zur StartseiteBlick auf die Stiftskirche St. Johannisberg, Hochstetten-Dhaun | zur StartseiteBlick von St. Johannisberg auf die Ortsteile Hochstetten und Hochstädten, Hochstetten-Dhaun | zur Startseite
 

Ortsteil Dhaun

Ortsteil Dhaun
Ortsteil Dhaun

Die Geschichte des heutigen Ortsteils Dhaun war immer eng mit der der Wildgrafen – ab 1409 Wild- und Rheingrafen – verbunden, die hier ihren Sitz hatten. Auch das Wappen der ehemaligen Ortsgemeinde Dhaun spiegelt dies wider: es ist längs zweigeteilt und zeigt rechts in Gold einen roten, blauwehrten und –gezungten Löwen, der auf die Zugehörigkeit zur Wild- und Rheingrafschaft hinweist, der Turm im linken schwarzen Feld symbolisiert das Schloss.

 

Schon früh entstand auf dem schmalen Landstreifen unterhalb der Burg und dem gegenüberliegenden Westhang eine kleine Siedlung für die Bediensteten der Grafen, die – wie damals üblich – „Thal“ genannt wurde. Die Gesamtgrafschaft wurde im Laufe der Jahrhunderte mehrfach geteilt, über Jahre oblag die Lehenshoheit auch dem Erzbischof von Trier, dem die Dhauner Grafen in zwei großen Fehden unterlagen.

 

Nach dem Aussterben der Dhauner Linie der Wild- und Rheingrafen 1750 fiel Dhaun nach langen Erbstreitigkeiten 1783 dem Grumbacher Zweig zu und kam 1798 unter französischer Herrschaft zur „Mairie de Kirn“, aus der 1815 die Bürgermeisterei Kirn wurde.

 

Durch seine Lage und die geringe Größe des Gemeindegebietes war Dhaun eine eher arme Gemeinde. Immer wieder musste um die Notwendigkeit von Investitionen und Ausgaben gerungen werden. Besonders die Wasserversorgung war ein großes Problem im Ort, wie der Gemeinderat oft beklagte. Auch die 1873 endlich genehmigte Anlage eines zweiten Brunnens oder die mühevolle Verlegung einer Wasserleitung vom Karlshof ins Dorf brachten keine zufriedenstellenden Ergebnisse. Sogar ein Wünschelrutenforscher wurde Anfang der 1920er Jahre zum Aufspüren weiterer Quellen kontaktiert. Mitte der 1950er Jahre entstand dann das Projekt „Gruppenwasserwerk Krebsweiler“ zur Versorgung wasserarmer Gemeinden in der Umgegend. Mit dem Anschluss an diese Anlage fand die Wassernot in Dhaun ein Ende.

 

Eine weitere kostspielige Aufgabe war die Versorgung der Bevölkerung mit elektrischer Energie. Anfang 1912 starteten hier die ersten Bautrupps mit der Herstellung der notwendigen Versorgungsleitungen und ein wenig Fortschritt hielt Einzug.

 

Im August 1949 stellte der Gemeinderat erste Überlegungen an, den Fremdenverkehr als möglichen Wirtschaftsfaktor in Dhaun zu intensivieren. Mit der Übernahme des Schlosses durch den Zweckverband Schloss Dhaun 1954 und dem Aufbau der Heimvolkshochschule mit ihrem über Jahre erfolgreichen Seminarangebot kamen dann auch zahlreiche Besucher aus unterschiedlichen Gegenden Deutschlands und des benachbarten Auslands in den Ort und legten den Grundstein für seine heutige touristische Bedeutung.

 

Ein besonderes Ereignis in der jüngeren Geschichte Dhauns waren die Filmaufnahmen im August 1958. Der Regisseur Helmut Käutner drehte hier Teile des Films „Der Schinderhannes“ über den berühmt-berüchtigten Räuberhauptmann aus dem Hunsrück mit Curd Jürgens in der Hauptrolle und Maria Schell als „Julchen“. Zahlreiche Einwohnerinnen und Einwohner Dhauns sowie aus den umliegenden Orten wirkten als Statisten mit, so z.B. der damalige Dhauner Gastwirt Andreas Horlebein als Pfarrer.

 

Ortsteil Dhaun