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Ortsteil Hochstetten

Ortsteil Hochstetten
Ortsteil Hochstetten

Der Ortsname findet um 1100 erstmals in einer Mainzer Urkunde für das Kloster Disibodenberg Erwähnung, worin ein Grundbesitzer namens "Ludovicus de Hosteden" (Ludwig von Hochstetten) dem Kloster Güter schenkte, die er in dem Dorf Merxheim besaß.

Die Vorsilbe des Ortsnamens "Hoch" hat nichts mit der geographischen Lage zu tun, da Hochstetten bekanntlich in der Naheniederung liegt. Der Ortsname geht vielmehr auf die Grundform "Hofstätte" zurück und bezeichnet die Stelle, wo einst ein Grundbesitzer einen Gutshof besaß.

 

Der Ortsteil Hochstetten auf der linken Naheseite hieß früher amtlich "Nächsthochstetten". "Nächst" bezog sich dabei auf die Lage des Dorfes zu Schloss Dhaun und diente der Unterscheidung von dem jenseits der Nahe liegenden "Überhochstetten". Beide Dörfer waren Bestandteil des wild- und rheingräflichen Amtes Dhaun. 

 

1798 besetzten französische Revolutionstruppen das Gebiet und mit der sich anschließenden Gebiets- und Verwaltungsneuordnung trennten sich die Wege der beiden "Hochstetten", zumindest was die amtliche Zuordnung anging. "Nächsthochstetten" wurde Bestandteil der „Mairie de Kirn“ im Departement Rhein und Mosel.

 

Mit der Neuordnung Europas auf dem Wiener Kongress wurde auch das Nahegebiet wieder neu verteilt. Der nördliche Teil der Landschaft an der mittleren Nahe wurde Bestandteil der preußischen Rheinprovinz und aus der ehemaligen "Mairie de Kirn" wurde die "Bürgermeisterei Kirn", die - nach einer kurzen Zugehörigkeit zu den Kreisen Simmern und Oberstein - am 16.04.1817 in den Landkreis Kreuznach eingegliedert wurde.

 

Zur "Bürgermeisterei Kirn" gehörten nun die Orte Hochstetten mit dem Ortsteil St. Johannisberg sowie Dhaun, Hennweiler, Oberhausen, Hahnenbach, Heinzenberg, Kallenfels und Kirn. Nachdem im Jahr 1858 Kirn Stadtrechte und damit verbunden eine eigene Verwaltung erhielt, bildeten die verbliebenen Gemeinden die "Landbürgermeisterei Kirn", die bis 1896 vom Kirner Bürgermeister in Personalunion mitverwaltet wurde. Aus der „Landbürgermeisterei Kirn“ wurde danach wieder eine „Bürgermeisterei Kirn“, 1927 umbenannt in „Amt Kirn-Land“, 1968 in „Verbandsgemeinde Kirn-Land“ und 2020 – nach Fusion mit der Stadt Kirn – in „Verbandgemeinde Kirner Land“.

 

Die verkehrsgünstige Lage Hochstettens direkt an der Verbindungsstraße zwischen Bad Kreuznach und Idar-Oberstein, der heutigen Bundesstraße 41, und der 1910 erfolgte Anschluss an die Bahnlinie Bingerbrück – Saarbrücken förderten im Ort Handel und Gewerbe. Anfang der 1960er Jahre wies die Gemeinde Hochstetten ihr Gelände zwischen Bahnlinie und Nahe als Industriegebiet aus um größere Gewerbebetriebe hier anzusiedeln. Zur Verbesserung der Verkehrsverhältnisse erhielt das Gebiet auch einen Gleisanschluss, der bis 1995 genutzt wurde. Nach und nach ließen sich die unterschiedlichsten Betriebe nieder, die z.T. auch heute noch existieren. 

 

Ein bedeutender Wirtschaftsfaktor war und ist der am Ortsausgang Richtung Kirn liegende Steinbruch mit seinem qualitativ äußerst hochwertigen Basaltvorkommen.

 

Bereits 1867 verpachtete die Gemeinde dem ortsansässigen Peter Kneip das Recht, am Johannisberger Felsen Steine zu brechen. Während Steine zunächst hauptsächlich für den Hausbau verwendet wurden, kamen seit den 1870er Jahren vermehrt Steine für den Straßenbau hinzu. 1874 verpachtete die Gemeinde dem Maurer und Steinhauer Peter Steeg den Steinbruch im Distrikt „Wahngrube“, 1879 zusätzlich noch den Plattenbruch im „Geisenrech“. 


In den 1890er Jahren schloss die Gemeinde auch mit den Kirner Firmen Albert Pfeiffer und Julius Besemülller Pachtverträge für Steinbrüche in den Distrikten „Hellberg“ und „Rittelsberg“, in 1950er Jahren noch für den „Ochsenkopf“.

 

1983 wurden die Pachtverträge mit den beiden Firmen durch einen Vertrag mit der Basalt AG – Südwestdeutsche Hartsteinwerke ersetzt.

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