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Ortsteil Hochstädten

Ortsteil Hochstädten
Ortsteil Hochstädten

Der Ortsteil Hochstädten auf der rechten Naheseite hieß früher amtlich "Überhochstetten". Der Jahrhunderte lang gebrauchte Zusatz bezog sich, wie beim heutigen Ortsteil Hochstetten, auf die Lage des Dorfes zu Schloss Dhaun – hier also jenseits (über) der Nahe. Er diente der Unterscheidung der beiden Dörfer, die Bestandteil des wild- und rheingräflichen Amtes Dhaun waren. Die Gründung des Ortes wird zwischen 750 und 1200 n.Chr. vermutet.

 

Mit der Okkupation des linksrheinischen Gebietes durch französische Revolutionstruppen und der sich anschließenden Gebiets- und Verwaltungsneuordnung trennten sich 1798 die Wege der beiden "Hochstetten", zumindest was die amtliche Zuordnung anging.

 

"Überhochstetten" wurde der Mairie Merxheim im Departement Saar zugeteilt. Zur besseren Unterscheidung der beiden gleichnamigen "Hochstetten", die nun verschiedenen Departements angehörten, erhielt der Ort den Namen Hochstädten. Die evangelische Kirchengemeinde, die bis dahin nach St. Johannisberg gepfarrt war, kam nun zur Pfarrei Meckenbach.
 

Nach der Neuordnung Europas auf dem Wiener Kongress 1815 begann für Hochstädten ein Reigen von unterschiedlichen Amtszugehörigkeiten, der 1940 mit der Eingliederung in das Amt Kirn-Land, der heutigen Verbandsgemeinde Kirner Land, endete.

 

Das Wappen der ehemals selbstständigen Gemeinde Hochstädten ist längs zweigeteilt. Es zeigt rechts in Gold einen roten, blauwehrten und –gezungten Löwen, der auf die ehemalige Zugehörigkeit zur Wild- und Rheingrafschaft hinweist. Im hellblau unterlegten Feld links ist im unteren Bereich der Hellberg stilisiert dargestellt, bei der Pflanze darüber handelt es sich um die Küchenschelle, eine der vielen seltenen, auf dem Hellberg beheimateten Pflanzenarten.

 

Lange Zeit gab es keine direkte verkehrsmäßige Verbindung zwischen Hochstädten und Hochstetten. Erst 1874 errichtete man einen eisernen Steg über die Nahe, den jedoch nur Fußgänger und kleine, unbeladene Fuhrwerke benutzen durften. Der Fahrzeugverkehr verlief über die Brücke in Martinstein und den heutigen Radwanderweg. Am 13. Mai 1959 wurde dann die heutige Brücke über die Nahe eingeweiht und Hochstädten damit auch direkt an die B41 angebunden.

 

Durch die Lage am flachen Naheufer war das Dorf von Alters her eher landwirtschaftlich geprägt. Veränderte Arbeitsbedingungen und die zunehmende Industrialisierung im Umkreis führten auch in Hochstädten zu einem deutlichen Rückgang der landwirtschaftlichen Betriebe. Dafür finden sich heute hier umgeben von Wiesen und Auen schmucke Neubaugebiete.